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Rocca Pietore
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| Gemeinde: |
Rocca Pietore |
| Provinz: |
BL |
Erreichbarkeit Mit dem Auto Autobahn von Mestre A27 bis Belluno danach Staatsstrasse 203 Agordina durch die Orte Agordo, Cencenighe, Alleghe, danach erreicht man Rocca Pietore; Brennerautobahn bis Auer, danach durch die Orte Predazzo, Moena, Canazei, Passo Fedaia, man fährt nach Malga Ciapela runter und danach nach Rocca Pietore. Mit dem Zug Bahnhof Belluno, von hier aus Busverbindungen mit der Dolomiti Bus täglich nach Caprile und Rocca Pietore. Mit dem Flugzeug Flughafen Marco Polo in Venedig.
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Historische Informationen Die Datierung der ersten Ansiedlungen in diesem Gebiet ist schwierig. Die ursprüngliche Bevölkerung (gemäss Geschichtswissenschaftlern) kam, genau wie die Völker, welche sich in Badia, Gröden, Fassa und Livinallongo niederliessen, aus den Tälern des Isarco und der Etsch. Die letzten Untersuchungen gehen davon aus, dass im Gebiet von Rocca Pietore bereits einige Jahrhunderte vor dem Jahr Tausend, eine Arimannensiedlung der Langobarden bestand. Arimannensiedlungen dienten militärischen Zwecken und der Verteidigung eines bestimmten Gebietes. Sie unterstanden einem Fort, in diesem Fall Rocca Pietore. Das seinerzeit kontrollierte Territorium überschritt die heutigen Gemeindegrenzen bei weitem und umfasste auch das Alta Val di Fassa und Livinallongo. Vom Jahre Tausend bis ungefähr 1400 war Rocca Pietore Teil des Bezirks Tirol und der Diözese Brixen. In Folge politischer Ereignisse, auf welche die Einwohner des Ortes keinen Einfluss hatten, gelangte das Gebiet 1395 in die Abhängigkeit der Stadt Belluno, wobei die alten Gebräuche und Traditionen sowie eine starke Autonomie beibehalten wurde, die 1417 mit den Statuten der Magnifica Comunità Rocca schriftlich umrissen wurde und es Rocca Pietore erlaubte, eine autonome ladinische Republik zu werden. Diese Situation hielt bis 1806 an, als Napoleone Bonaparte dieser ruhmreichsten Geschichtsepoche ein Ende setzte. Danach blieb die Geschichte des Ortes, bis auf die wichtige Unterbrechung durch die 50jährige Herrschaft der Habsburger über das gesamte Veneto, welche Rocca Pietore bis 1866 denen zurückgab, die bereits einmal ihre Herrscher gewesen waren, mit der Italiens verbunden. Zeugnis über die 400 Jahre der Magnifica Comunità Rocca sind die im Ortsteil Saviner di Laste befindlichen Ruinen des Justizpalastes " El Banco de la Rason". Die jetzige Bevölkerung (1.466) erhält noch viele ladinische Eigenarten am Leben, wie z.B. die ladinisch-tirolische Sprache, welche besonders in den Ortsteilen Laste und im Sottoguda gesprochen wird. Der Tourismus gelangte in der Mitte der sechziger Jahre mit dem Bau der Seilbahnen zur Marmolada in das Gebiet. Danach wurden weitere Anlagen gebaut, die eine Anbindung an das Gebiet von Arabba und somit zu dem jetzt sehr bekannten Kreis der Sella Ronda und den zahlreichen Bezirken des Dolomiti Superski ermöglichen.
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Nützliche Informationen Beherbergungsbetriebe: 24 Hotels mit 1180 Betten – zusätzlich 212 Betriebe mit 2575 Betten. Natürlich gibt es nicht nur Hotels, Appartments, Berghütten, Campingplätze und Ferienhäuser, sondern auch eine Reihe von Souvenirläden, Geschäften mit einheimischen Erzeugnissen, Sport- und Freizeitbekleidungsgeschäfte und sicherlich fehlen auch die Werkstätten, welche Holz, Hartzinn und Schmiedeeisen verkaufen, nicht. Die Kunst der Schmiedeeisenarbeit, welche typisch für dieses Tal ist, wird von Generation zu Generation weitergegeben. Die Traditionen und Folkloren werden dank zweier Gruppen: der Union di Ladins de Ròcia und der Folkgruppe Marmolèda von den Gemeindemitglieder hoch gehalten und gepflegt. Zahlreich sind die Aufführungen der Folkloregruppe sowohl während des Sommers als auch während des Winters. Eine andere, nicht zu vergessene Tradition sind die Masken des Matazin und des Matacink (traditionelle Karnevalsmasken, eine aus Sottoguda und die andere aus Laste). Der Matazin hat einen konischen Hut, welcher mit zahlreichen Papierblumen in verschiedenen, fröhlichen Farben überzogen ist. Von seiner Spitze fallen eine Reihe von Bändern herab. Er hat mehrere Tüchern mit Fransen an. Das Kommen der Maske kündigt sich durch das Klingeln fröhlicher Glöckchen an. De Matacink hingegen hat einen modellierten Hut, welcher mit Familienschmuckstücken und den Federn des Auerhahns oder forcello geschmückt ist. Er geht von Haus zu Haus der Mädchen des Ortes, um diese zum Tanz einzuladen und lässt dem Vater des Mädchens einen Pfand da.
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