APT Dolomiti Arsié

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Arsié

Erreichbarkeit
Es handelt sich um eine Siedlung, die eine bemerkenswerte Bedeutung auf der Handelsstrecke und einstmals auch auf der militärischen innehatte, da sie zwischen dem Gebiet von Feltre und dem angrenzendem Valsugana lag, durch welches die Verbindung mit der Venetischen Ebene in südlicher Richtung ermöglicht wurde und im Norden mit dem Gebiet von Trient und dem von Tirol. Gerade diese delikate Rolle hatte Arsie' in den vergangenen Jahrhunderten an die Grenzen der Republik von Venedig und an das Kaiserreich gebunden, und sie provozierte auch eine Verwicklung in alle historischen und kriegerischen Ereignisse, von denen heute noch grandiose Festungen als deutliche Spuren dieses Gebiet zeichnen.
Die Siedlung befindet sich im Norden einer Senke, dessen südlicher Teil von einem großen hydroelektrischen Becken belegt wird, das sich aus dem Wasser des Cismon bildet, das von einem Damm in der Enge von Rocca-Incino blockiert wird: im Norden steht der Rücken des Col Perer - Cima Campo, der von dem Massiv der Cima d'Asta durch den flachen Sattel des Celado (1165 Meter) kommt; im Süden steht der Monte Cismon (1270 Meter), ein Vorsprung des Grappa.
Die Pfarrkirche im Zentrum des Ortes wurde auf einer schon bestehenden, frühchristlichen Kirche gebaut, deren Überreste wiederentdeckt wurden: im Inneren sind bescheidene Gemälde des Francesco Bassano, Alessandro Maganza, Giambattista Volpato, Skulpturen usw. Im Ort stehen einige schöne Herrenhäuser und ländliche Häuser, die einigermaßen gut erhalten sind; sie sind Zeichen der antiken Herrschaft Venedigs.
Gegen Norden steigt die Straße bergauf, wobei sie den Ortsteil von Mellame durchquert (in der Kirche gibt es interessante Werke von Marascalchi, Terilli und Cignaroli;es gibt außerdem ein herrliches, lombardisches Tabernakel aus dem späten fünfzehnte Jahrhundert) und Rivai, bis nach Col Perer (1020 Meter), wo man Abfahrtsski und Langlaufski praktizieren kann; von den Wiesen des weiten Sattels von Col Perer hat man einen guten Blick über die Vette Feltrine und über das Hochplateau von Lamon und Sovramonte, sowie, weiter in der Ferne, über Pale von S. Martino di Castrozza und den Pass Rolle. Ausgedehnte Wiesen und dunkle Tannenhaine flankieren die Straße bis nach Cima Campo, wo die mächtige Militärstruktur der Festung Leone, eine kleine Zyklopenfestung des Krieges 1915 - 1918, ein interessantes Ziel ist, das außerdem noch immer architektonisch schätzenswert ist. So sind seine inneren Verteidigungsstrukturen, noch immer zum großen Teil zwischen unterirdischen Gängen, Laufgräben, großen Sälen, Erdwällen, Kuppeln, usw., gelegen, zu besichtigen. Die nun fast ebene Spur führt zu dem grasbewachsenen Sattel des Celado, von dem man nach links Richtung Castel Tesino hinabsteigen kann und die Valsugana erreichen kann, oder nach rechts zu dem Hochplateau von Lamon.
Eine andere Spur kommt Arsie' hinunter und flankiert den künstlichen See: von Rocca nach Incino und somit durch eine wilde Schlucht in Valsugana nach Cismon. Von Arsie' aus führt die alte Staatsstraße nach Westen: nachdem man den Ortsteil von Fastro passiert hat, verdienen die Geröllhalden der Abhänge in der Sonne einen Besuch, die "solivi", eine Gruppe von Reihenhäusern, deren ländliche, noch gut erhaltene Architektur, die Liebe und die Weisheit für die Wohnungen bezeugt, die jetzt oft von modernen und anonymen Konstruktionen hinweggefegt werden: der umsichtige Gebrauch mit einfachem und armen Material, wie z.B. mit Stein, Holz und Kalkverputz, hat ein Ergebnis von extremer Sauberkeit und Rationalität hervorgebracht.
Kurz nach Fastro steigt die Straße über Serpentinen hinunter und durchquert die Festungen der "Scala", eine andere Burg, diesmal aber aus einer sehr alten Epoche, Bollwerk der Republik Venedig gegen die Gebiete des Kaiserreichs, oft verloren und wiedererobert. Der momentane Zustand, der übrigens sehr zerstört wirkt und ohne Aussichten, sich innerhalb der nächsten Zukunft zu verändern, ist auf Restaurierungen aus dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zurückzuführen (aber auf der rechten Seite, in einem Felseneinschnitt, bleiben Spuren der ältesten Konstruktionen).
Am Ende des Valsugan befindet sich Primolano, auf dem linken Ufer des Brenta; gegenüber befindet sich stattdessen, hoch auf der rechten Seite des engen Tals, der Ort Enego, eine der Sieben Gemeinden von Vicenza.
Von Arsie' aus durchquert die neue Spur der Staatsstraße die Grasebene , die zum See hin abfällt und durchquert einen langen Tunnel, dann steigt sie hinunter und trifft auf die Staatsstraße der Valsugana im Süden von Primolano, womit sie auf diese Art die langsamere Strecke Arsie' - Fastro "Scala" - Primolano vermeidet.

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