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Lamon
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Erreichbarkeit Nach Lamon kommt man, indem man der Staatsstraße des Passo Rolle folgt, die Feltre mit Primiero (TN) verbindet, und von der auf der Höhe des Ponte Serra, die Provinzstraße abzweigt, die nach Tesino (TN) zeigt. Nachdem man die Schlucht der Serra überwunden hat, biegt man deshalb nach links ab und steigt am rechten Ufer des engen Tals des Cismon hinauf. Der Ort entwickelt sich auf einer Grasterrasse, die zwischen den Furchen der Wildbäche Senaiga und Cismon liegt, unter dem flachen Felsengipfel des Monte Coppolo (2058 Meter). Die Hälfte der Bewohner lebt im Zentrum, die andere ist auf etwa zwanzig Ortsteile verteilt, die auch in bemerkenswerten Entfernungen liegen. Von den Ortsteilen verweist man aufgrund der besonderen Eigenschaften auf Arina und San Donato, in ungefähr 9 Km Entfernung vom Hauptort; der Architekturtyp und die städtebauliche Organisation der typischen, lamoneser Wohnstätten, sind noch immer gut erhalten und zu sehen. Einige Kilometer von San Donato entfernt, in dem Ortsteil von Val Nuvola und an der Grenze zwischen den Provinzen von Belluno und Trient, verweist man auf die karstigen Grotten, mit kalkhaltigen Konkretionen. Vor wenigen Jahren wurde gerade in diesen Grotten ein intaktes Skelett des Ursus spelaeus gefunden, das momentan in der Vorhalle des Rathauses ausgestellt wird. Die Ursprünge des Wohnortes von Lamon gehen auf sehr antike Epochen zurück, wahrscheinlich sogar auf Vorrömische Zeit. In der Kaiserzeit durchquerte die Via Claudia Augusta Altinate den Ort Lamon, eine Militärstraße, die den adriatischen Handelsplatz Quarto d'Altino mit der Donau verband und die im ersten Jahrhundert nach Christus gebaut wurde. Noch heute kann man einige Strecken erkennen. Es gibt zwei Gebäude, die von besonderem, künstlerischen Interesse sind: die Kirchen des Heiligen Petrus und des Heiligen Daniele. Die erste, die sich auf dem gleichnamigen Hügel befindet, soll auf den Überresten eines römischen Lagers erbaut worden sein, die Via Claudia Augusta Altinate dominierend. Sicherlich werden die Ursprünge im Mittelalter zu finden sein, aber die folgenden Veränderungen, besonders in dem XVI und XVII Jahrhundert, haben die Originalstruktur versteckt. Die sehr einfache architektonische Typologie gibt, aus der Nähe gesehen, die der trientinischen Kirchen einiger Belluner Täler wieder. Im Inneren sind teilweise Fresken aus dem sechzehnten Jahrhundert wiederentdeckt worden - wahrscheinlich Werke des Marco da Mel, und es werden Leinwandgemälde von Pietro Marascalche, Frifimelica, Zocco und Zigantello aufbewahrt. Die Kirche bewahrt auch eine wertvolle Orgel aus dem achtzehnten Jahrhundert. Die Kirche des Heiligen Danile befindet sich in der Ortsmitte; sie wurde im siebzehnten Jahrhundert über einer schon bestehenden Kappelle errichtet und wird von einen Fialenförmigen Glockenturm gekennzeichnet. Das Innere, das aus einem einzigen Saal besteht, der von einer Kuppel bedeckt wird, die am Ende des achtzehnten Jahrhunderts entstanden ist, wurde von zahlreichen Leinwandgemälden verschönert, die heute in der neuen Pfarrkirche und dem Pfarrhaus aufbewahrt werden. Die malerische Verzierung besteht aus den Leinwandgemälden der Altäre, die ungewisser Herkunft sind, der drei großen Leinwandgemälden des Malers G.B. Volpato und der ovalen Fresken der Kuppel des Landschaftsmalers aus Belluno, Girolamo Moech. Die Kirche wird nicht mehr für den Gottesdienst verwendet und dient heute Konzerten, Konferenzen und Ausstellungen. In dem Pfarrhaus wurde der wertvolle Silberkelch des Diakons Orso aufbewahrt, einer der ältesten des Westens, der auf das V - VI Jahrhundert zurückgeht und der glücklicherweise 1836 in einer felsigen Schlucht in der Nähe von San Donato wiedergefunden wurde, aber vielleicht gar nicht zu diesem Gebiet gehört, sondern durch äußere Umstände dorthin gekommen ist. Die typischen Tätigkeiten, auf denen sich die Wirtschaft des Ortes in der Vergangenheit stützte, waren die Landwirtschaft, der Anbau von Bohnen (Bohnen von Lamon), die Sorten "calonega" und "spagnolet" - und die transumante Viehzucht, welche das lamoneser Schaf hervorbrachte. Besonders die letztgenannte Tätigkeit, drückte eine echte Bauernkultur aus - man bedenke nur den Dialekt der lamoneser Bauern - von dem es heute kaum noch Spuren gibt. Lamon war in der Vergangenheit der viertgrößte Ort der Provinz; der Übergang von der landwirtschaftlichen Welt zu der industriellen, hat eine stetige Landflucht mit sich gebracht und demzufolge auch einen Schwund der Bevölkerung. Tätigkeiten wie die Viehzucht, die über Jahrhunderte hinweg die Grundlage der örtlichen Wirtschaft darstellte, sind aufgegeben worden. Der Anbau von Bohnen wird in sehr verkleinerter Form getätigt.
Grotte von San Donato Man begibt sich von Lamon, entlang der Straße des Val Cengia, nach San Donato, bis in die Nähe des Wildbaches Senaiga, wo der Eingang zu der Höhle ist. Es ist diejenige, in die man am einfachsten hineinkommt, und die bei Forschern und Liebhabern bekannt ist. In Lamon und in San Donato kann man Experten finden, welche die Besucher begleiten und führen können; man sollte auf keinen Fall private Forschungen unternehmen, besonders, wenn man nicht über eine spezifische, speläologische Erfahrung verfügt. Der Besuch erfordert fast 1,30 Stunden und führt über die typischen, kalkhaltigen Konkretionen aus faszinierenden Farben, enge Durchgänge, Bäche, kleine Seen, große Säle, Siphon usw. Es wird wohl kaum nötig sein, zum größten Respekt für die Umwelt zu ermahnen, wobei man es verhindern sollte, Stalaktiten und Stalagmiten abzubrechen, Abfall zurückzulassen usw. In anderen natürlichen und vielbesuchten Höhlen, die über das ganze Gebiet verstreut sind, wurden reichliche Funde des Ursus spaeleus gemacht, die von großem, wissenschaftlichem Interesse sind.
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