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URBANE SALONS

Beschreibung
Es gibt Städtchen, die wie kleine Juwelen zwischen rosa schimmernden Dolomiten und smaragdgrün leuchtenden Tälern eingebettet sind. Feltre, Mel und Pieve di Cadore sind nur drei dieser bellunesischen Schmuckstücke.

Wir beginnen im Süden mit Feltre [3], das wie eine Krone über dem Hügel “Colle delle Capre” liegt. Diese Ortschaft ist zweifellos einer der bezauberndsten und interessantesten Zentren in der Provinz Belluno, auch weil die modernen Viertel die hinter den antiken Stadtmauern gehütete Altstadt nicht berühren. Hoch oben auf dem Colle delle Capre thront die Burg Castello d’Alboino, und davor liegt die elegante Piazza Maggiore mit herrlichen Palazzi und Lombardischen Brunnen. Vom Hauptplatz gehen eine Vielzahl von Strassen und Gassen ab, wie zum Beispiel Via Luzzo, Via Mezzaterra und Via Tezze. An den herrlichen Fassadenfresken sieht man sehr deutlich die Spuren der einstigen venezianischen Oberherrschaft. Im August jeden Jahres lässt das ganze Altstadtzentrum anlässlich des Stadtfestes Palio di Feltre die Atmosphäre des XV. Jahrhunderts aufleben - eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wenn man dann von Feltre der Piave (dem Fluss des Vaterlands) entlang stromaufwärts fährt, kommt man in eine andere sehr interessante Ortschaft mitten im Valbelluna, nach Mel [2]. 2003 wurde der Gemeinde eine ganz besondere Auszeichnung verliehen: das Abzeichen für höchste Fremdenverkehrs- und Umweltqualität, die sogenannte Orange Fahne des Italienischen Touring Clubs. Die erst vor Kurzem nach Papst Johannes Paul I (in Italien Papa Luciani) benannte Piazza charakterisiert sich durch Gebäude und Palazzi mit unterschiedlichen architektonischen Stilen. Die Häuser wurden nämlich zu unterschiedlichen Epochen errichtet (ab dem 16. Jahrhundert), aber man hat es sehr gut verstanden, sie harmonisch aufeinander abzustimmen - und das schafft ein wirklich einzigartiges Ambiente, das man mit wachsamen Augen erforschen und genießen muss. Auf der Piazza stehen Bauten wie zum Beispiel Casa Fulcis (heute Zadra) aus dem XVII. Jahrhundert; es ist durch ein großes Tor mit Säulenbalken mit dem Palazzo Fulcis (18. Jhdt.) und der antiken Kirche Chiesa dell’Addolorata verbunden. Wunderschön ist auch die neue Pfarrkirche (18. Jhdt.) und das Rathaus (16. Jhdt.), in dem wertvolle Fresken mit Episoden des Orlando Furioso zu sehen sind, oder das Gebäude Casa Del Zotto und der große Palazzo Delle Contesse (mit artistischen Kaminen). Fährt man weiter in Richtung Norden, ins Gebiet Alto Bellunese, erreicht man die letzte Station unserer Tour: Pieve di Cadore [1]. Das Städtchen trägt aufgrund seiner zahlreichen geschichtlichen, künstlerischen und naturgegebenen Reichtümer den Beinamen “Kunststadt” und wird wegen seines militärischen Verteidigungssystems (Ende 19. Jhdt.) auch “venetische Mauerstadt” genannt. Außerdem wurde hier der große Maler Tizian (Tiziano Vecellio) geboren. Auf dem Hauptplatz, der Piazza Tiziano, steht die interessante erzbischöfliche Kirche Santa Maria Nascente, der Palazzo della Magnifica Comunità di Cadore (15. Jhdt.), das Geburtshaus des Tizian, heute Nationaldenkmal, und alte wunderschöne Residenzbauten. Den Rahmen für das harmonische Stadtbild formen die mächtigen, majestätischen Dolomiten im Hintergrund. [E.F.]


Die Route
Start mit dem Auto in Pieve di Cadore und dann über Mel nach Feltre.
Länge: etwa 70 km
Dauer: 1 Stunde und 30 Minuten Fahrzeit

Als Alternative
Agordo ist vielleicht nicht unbedingt eine Stadt, dafür aber trotzdem ein urbaner Salon mit einer bezaubernden und eleganten Piazza. Nachdem man das lange, enge und felsige Tal Valle del Cordevole durchquert hat, öffnet sich für die Besucher ganz unerwartet das breite und sonnige Becken von Agordo, und hoch über der Ortschaft thronen mächtig und majestätisch einige der schönsten Dolomitengipfel. Das architektonische Ambiente der Piazza wird von vier Elementen bestimmt: der erzbischöflichen Kirche (Abtei), der Villa De’ Manzoni (einst Villa Crotta) mit einem Park, der von fünfzehn Säulen mit Statuen eingesäumt wird, und dem sogenannten “Broi”, einer Grünfläche, auf dem früher Märkte und Volksfeste abgehalten wurden. Und hinter dem Broi steht der Palazzo Municipale, das gegen Ende des 19. Jahrhundert errichtete Rathaus.

Übrigens
Die Provinzhauptstadt Belluno hat ein wirklich faszinierendes Altstadtzentrum. In den Piazzas und längs der Strassen und Gassen stehen Palazzi aus verschiedenen geschichtlichen Epochen direkt nebeneinander. Der große Hauptplatz, die Piazza dei Martiri (früher Piazza Gregorio XVI), hat einen halbellipsenförmigen Grundriss und ist mit seinem langen und breiten Gehsteig, dem Listòn, der eigentliche Salon der Belluneser. Ihren Namen verdankt die Piazza vier Partisanen, die dort am 17. März 1945 von deutschen Soldaten ermordet wurden. Viele Belluneser nennen den Hauptplatz bis heute noch Campedèl (Piazza Campitello). Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Zone außerhalb der antiken Stadtmauern, in der Märkte, Volksfeste, Paraden und militärische Übungen abgehalten wurden. (die Stadtmauern schlossen zur Römerzeit und im Mittelalter die Stadt in Richtung Piazza Duomo ab).

Auskunfts
Für weitere Informationen: Touristische Infobüros Feltre, Mel, Pieve di Cadore, Belluno und Agordo
Links
Progetto co-finanziato dall'Unione Europea mediante il Fondo Europeo di Sviluppo Regionale. Iniziativa comunitaria INTERREG III A Italia-Austria.
"Progetto per lo sviluppo transfrontaliero di promozione turistica Provincia di Belluno - Tirolo" Cod. VEN 222068.