GRAN TOUR
Beschreibung
”Ja, reisen... mit Lebenslust im Herzen; sanft und ohne Hast”. So ungefähr lautet der italienische Refrain in einem der bekanntesten Lieder von Lucio Battisti. Mit dieser Philosophie können diejenigen, die ohne Hast und Eile bei uns in den Bellunesischen Dolomiten unterwegs sind, unglaublich schöne Plätzchen entdecken; Landschaftsbilder sichten, die sich auf ganz unglaubliche Weise von Tal zu Tal wandeln. Ein kontrastreiches Territorium: geheimnisvolle Wälder ruhen unter mächtigen Felsen und neben sanften Wiesen; stille Plätze mit Jahrtausendealter Geschichte schlummern neben lebendigen und geschäftigen Ortschaften. Ein gut konzipiertes Straßennetz ermöglicht den Besuchern die Planung von unzähligen Ausflügen im ganzen Provinzgebiet. Nicht nur die einmalig schöne Landschaft wird Sie verzaubern, sondern auch die vielen Zeugnisse, die vom einstigen und heutigen Leben der Menschen erzählen. Diese Routen, ehemals nur einfache Wanderpfade oder Karrenwege, rufen denkwürdige Kapitel der Geschichte wach. Von den römischen Legionären bis zu den Soldaten des Zweiten Weltkriegs hinterließen hier Wanderer, Pilger, Fuhrknechte, Ritter, Hirten, Auswanderer, Adelige, Könige und Wissenschaftler ihre Spuren - und in modernen Zeiten auch einige Radchampions, die bei Rennen auf diesen Bergstrassen zu Ruhm gelangten. Eine Gran Tour, bei der die Augen mit unvergesslichen Ausblicken belohnt werden, die Lungen auf den Satteln frische Bergluft einsaugen und die Seele die Bekanntschaft von memorablen Gipfeln macht. Unsere Gran Tour beginnt im Städtchen Agordo [1], mit dem Monte Moiazza und dem San Sebastiano - Tamer im Norden und dem Monte Agner und der Gruppe Pale di San Lucano im Westen. Die nächsten Stationen sind Cencenighe [2] und Alleghe [3], das wegen seines wunderschönen Sees und der majestätischen Nordwestwand des Monte Civetta berühmt ist. Dann kommt man nach Caprile [4], fährt von dort auf den Falzaregopass und biegt bei der Ortschaft Cernadoi rechts ab. Dieser Abschnitt ist eine Aufeinanderfolge von herrlichen Ausblicken, wie zum Beispiel auf die Burgruine Andraz (Buchenstein), die ganz plötzlich mitten im Wald auftaucht. Vom Naturparadies auf dem Falzaregopass [5] geht es dann nach Cortina d’Ampezzo [6] hinunter. Hier präsentiert sich die Landschaft karg, streng aber gleichzeitig doch sanft: links der Monte Lagazuoi und die Tofane, rechts der Averau, der Nuvolau und die unverwechselbaren Cinque Torri. Kurz nach Pocol erscheint Cortina d’Ampezzo, “die Koenigen der Dolomiten” in seiner ganzen Pracht. Dann fährt man in Richtung Süden dem Bach Boite entlang und erblickt den mächtigen Monte Pelmo und links den Sorapiss und den Antelao. In der Ortschaft Venas biegt man rechts ab und kommt nach Cibiana di Cadore [7], der Ortschaft der “Murales”. Jetzt geht es auf die vorletzte Passhöhe hinauf, auf den Sattel Forcella Cibiana, der vom Val Boite ins Val di Zoldo führt. Oben auf dem Pass geht eine (für den PKW-Verkehr gesperrte) Strasse auf den Monte Rite ab; dieser Gipfel ist ein wunderschöner Aussichtsbalkon und Standort des berühmten “Wolkenmuseums” von Reinhold Messner. Nach der Talfahrt kommt man in Forno di Zoldo [8] an. Dieses Dorf gilt als die Heimat der Eiskonditoren, und in Erinnerung an seine Bergwerksvergangenheit wurde im Ortszentrum das sehr interessante “Nagelmuseum” eingerichtet. Nun fährt man durch das Val di Zoldo nach Dont, biegt dort rechts ab, überquert den Duranpass [9] (wunderschöne Naturlandschaft) und gelangt so schließlich wieder nach Agordo. Die Route
Die Route: Agordo, Caprile, Passo Falzarego, Cortina d’Ampezzo, Cibiana di Cadore, Forno di Zoldo, Passo Duran, Agordo. Länge: etwa 140 Km
Fahrzeit: etwa 3 Stunden (Rundfahrt)
Anfahrt: Mit dem PKW und abschnittweise auch mit dem Autobus
Empfohlene Ausflugszeit: das ganze Jahr über; wegen der herrlichen Farben der Lärchenwälder vor allem aber im Herbst.
Als Alternative
Dieser Tour durch das mittlere Piavetal könnte man den Namen “die Dolomiten, wie du sie dir nicht erwartest” geben. Sie führt durch ein touristisch noch relativ unerschlossenes Gebiet mit unermesslich wertvollen Kultur- und Naturschätzen. Unser Ausflug beginnt im mittelalterlichen Städtchen Feltre; von dort geht es in Richtung Norden nach Pedavena, wo der Sitz einer sehr bekannten Bierbrauerei ist. Dann biegt man rechts ab und kommt nach Cesiomaggiore, San Gregorio nelle Alpi, Sospirolo und schließlich nach Mis am Eingang ins gleichnamige Tal. Danach fährt man am Kloster “Certosa di Vedana” vorbei und gelangt nach Mas. Von dort fährt man in Richtung Süden in die Provinzhauptstadt Belluno, überquert die Piave und erreicht die Ortschaften Visome und Limana. Jetzt geht es weiter nach Busche, wo man auf einer Brücke wieder über die Piave kommt, und dann zurück nach Feltre. Übrigens
Der Pordoipass mit seinen 2.239 m ist einer der höchstgelegenen Bergsattel der Bellunesischen Dolomiten und der Dolomiten überhaupt. Andere Passstrassen in Belluno, die auf mehr als 2.000 m Seehöhe führen, sind: Passo Giau (2.233 m), Passo di Val Parola (2.192 m), Passo Falzarego (2.105 m), Passo Valles (2.031m) und Passo Fedaia (2.057 m).




