Chiesa di Santa Maria del Rosario

Das erste Dokument, das das Bestehen des Gebiets der Pfarrei von Alpago bezeugt, ist die berühmte Bulle von Papst Lucius III. (1185), mit welcher dem Bischof bestimmte Rechte und Besitztümer im Diözesangebiet bestätigt wurden.

Es kann dennoch angenommen werden, dass der Bau der Mutterkirche von Pieve d’Alpago um das IX. Jahrhundert erfolgte, wie andere antike Gründungen wie die Pfarreien von Cadola (Ponte nelle Alpi), Castion (Belluno) und Limana, die alle der Jungfrau geweiht sind, bezeugen. Die Kirche in Pieve d’Alpago ist die “Mutter” aller in der umliegenden Gegend verteilten Kirchen und hier ist der Ort, an dem in der Tat im Laufe der Jahrhunderte die adligen Familien der Gegend ihre Gräber aus dem Boden des Kirchenraums herausgearbeitet haben.

Das Erdbeben von 1873 zerstörte den Bau, der allerdings umgehend nach dem Projekt des feltrinischen Architekten Giuseppe Segusini mit neoklassischen Linien wiederaufgebaut und im Jahr 1929 wurde eine große Orgel erworben, die noch heute verwendet wird. Im Jahr 1936 zerstörte ein erneutes starkes Beben die Gegend und die Kirche wurde erneut restauriert. Zudem wurde sie um Bildzyklen von Arturo und Lorenzo Roella, Abele Della Colletta und Luigi Vardanega bereichert; die Kirche bewahrt auch einige Werke, die zwischen das 16. und 17. Jahrhundert zu datieren sind und aus der antiken Pieve stammen, auf.

Kunst

An den Wänden der Apsiden befinden sich einige bedeutende Werke. Im Zentrum befindet sich zum Beispiel das Altarbild eines unbekannten Künstlers aus dem neunzehnten Jahrhundert aus der venezianischen Gemeinde San Cassiano. Es wurde im Jahr 1940 vom Patriarchen von Venedig dem Diakon von Pieve d’Alpago geschenkt. Das Gemälde stellt die Rosenkranzmadonna mit dem Kind auf den Wolken sitzend dar. Im Vordergrund zeichnen sich die Figuren des Heiligen Dominikus und der Heiligen Katharina ab, die die Verbreiter der Rosenkranzpraxis waren.

Das Fresko aus dem Jahr 1939 in der großen Apsismulde stellt die Heiligen Anna, Joachim und die Jungfrau als Kind und ist vom Belluneser Maler Abele Della Colletta, während die beiden spiegelbildlichen Tafeln mit der Taufe Christi und dem Schutzengel in der kleinen Kapelle, die das Taufbecken beherbergt, zeitgenössische Werke von Arturo und Lorenzo Roella sind. Stets auf das Jahr 1939 werden die beiden Fresken datiert, die sich auf den Wänden des Presbyteriums gegenüberliegen. Es sind Gemälde des Bellunesers Luigi Vardanega und stellen Jesus unter den Kindern und die Vertreibung der Händler aus dem Tempel dar.

Zur antiken Mutterkirche gehörten hingegen einige Werke an den Wänden der Kirche, darunter ein Altarbild der Rosenkranzmadonna zwischen den Heiligen Dominikus und Rosa von Lima, das sich heute oberhalb der kleineren Tür rechts befindet und um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts möglicherweise von Gaspare Diziani gemalt wurde. Auch der erste Altar rechts, ein Werk aus bemaltem und vergoldetem Holz aus der Werkstatt der Costantini (XVI-XVII Jh.), der ein Altarbild mit dem Heiligen Gallus unter den Heiligen Kosma und Damian beherbergt, das im sechzehnten Jahrhundert vom Belluneser Nicolò de Stefani gemalt wurde, gehörte zu ihr.

In der Nähe

Die Kirche San Floriano in Plois beherrscht von oben den See Santa Croce; von hier genießt man eine herrliche Aussicht bis zu den Kämmen des Visentin und nach rechts bis zum Monte Dolada, und weiter nach links bis zum Sitz des Fadalto Richtung Vittorio Veneto.

Die kleine Kirche, die wenigstens seit dem fünfzehnten Jahrhundert besteht, ist dem Heiligen Florian gewidmet, dem Schutzpatron gegen Brände. Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte mit der Zunahme der Bevölkerung der Ortschaft erweitert und besonders im siebzehnten Jahrhundert wurde der Bau restauriert so, wie sie heute ist. Das starke Erdbeben des Jahres 1873 betraf auch die Kirche, die allerdings umgehend dank des Eingriffs der Einwohner, die besonders an ihren Kultort gebunden war, restauriert wurde. Dasselbe geschah auch nach dem Erdbeben im Jahr 1936.

In ihrem Innenraum wird ein prächtiges hölzernes Kruzifix aufbewahrt, das von Andrea Brustolon in den ersten Jahren des achtzehnten Jahrhunderts gemalt wurde. Das Altarbild aus dem siebzehnten Jahrhundert von Francesco Frigimelica mit dem Titelheiligen Florian, während er einen Brand löscht und die Heiligen Antonius der Große, Francesco d’Assisi und Titian über die die Jungfrau mit dem Kind von oben wacht. An der Decke befindet sich ein Fresko, das nach 1936 vom lokalen Maler Umberto Da Pos geschaffen wurde. Es stellt San Floriano, der den zu seinen Füßen knieenden Bauern segnen möchte, dar.



Öffnungszeiten und Erreichtbarkeit

Kirche Santa Maria del Rosario, Pieve d'Alpago: täglich geöffnet.
Kirche San Floriano, Plois: während der Gottesdienste geöffnet.

Address:

Via Roma
32010 Alpago

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